Vorfahrt für junge Menschen
Borken ist eine junge Stadt - und das ist gut so.Während in anderen Teilen unseres Landes die Bevölkerungszahlen zurückgehen und sich die Kindergärten leeren, gehört Borken zu den wenigen Standorten, die noch wachsen, und zu den Standorten, bei denen der Anteil junger Menschen überdurchschnittlich hoch ist.
Ich will, dass das so bleibt.
Deshalb müssen Kinder und Jugendliche auch zukünftig im Zentrum des kommunalpolitischen Geschehens stehen.
Für den Vorschulbereich bedeutet das etwa, dass jetzt auch für die „ganz Kleinen", also für die Altersgruppe unter 3 Jahren, ein ausreichendes Angebot an Betreuungsplätzen geschaffen werden muß.
Schon heute gibt es in Borken für etwa 10% der Kinder dieser Altersgruppe solche Plätze und das Ziel lautet, diese Prozentzahl bis zum Kindergartenjahr 2012/2013 auf 35% zu steigern.
Das ist aber noch lange nicht alles, was uns in diesem Politikbereich beschäftigt.
Die Unterstützung der Erziehungsarbeit der Eltern bekommt auch bei uns eine immer größere Bedeutung.
Das hat unter Anderem das große Interesse für unser "young - Projekt" gezeigt, und das belegt auch die intensive Inanspruchnahme der zahlreichen weiteren Angebote des städtischen Jugendamtes sowie der freien Träger in Borken.
Auch wird es erforderlich sein , die Entwicklung laufend zu beobachten und entsprechend dem festgestellten Bedarf immer wieder neue Angebote für Familien und Kinder zu entwickeln.
Natürlich kostet das alles auch Geld, viel Geld.
Die Kostenbelastung für unseren städtischen Haushalt steigt von Jahr zu Jahr um einen größeren sechsstelligen Betrag und wird bis zum Jahr 2012 wohl die 10 Mio Euro erreichen.
Dennoch erscheint es richtig, sich für diesen wichtigen Aufgabenbereich so zu engagieren, liegt doch der Schlüssel für die gute Entwicklung unserer Stadt bei den jungen Menschen.
Als „Wahrzeichen" des besonderen Stellenwertes der Kinder- und Jugendarbeit entsteht zur Zeit an der Heidener Straße das neue sozialkulturelle Zentrum. Aus der ehemaligen Josefskirche entwickelt die Bauverwaltung der Stadt dort ein Raumangebot mit einzigartigem Ambiente.
Leider hat es bei Beginn der Baumaßnahme fehlerhafte Baukostenermittlungen gegeben - das ändert aber nichts daran, dass wir hier ein besonders gelungenes Beispiel für eine Umnutzung von Kirchengebäuden erleben, dass hier ein stadtbildprägendes Gebäude mit zeitgemäßen Zutaten der Nachwelt erhalten wird und eine Stätte der Jugendarbeit entsteht, um die uns viele beneiden werden.
