Kommunale Finanzen
„Ohne Moos nichts los" diese Binsenweisheit gilt auch für die öffentlichen Haushalte. Wenn ein städtischer Haushalt defizitär wird wenn auch die städtischen Rücklagen nicht mehr ausreichen, um das Minus auszugleichen, ist eine positive Stadtentwicklung nicht mehr möglich, ist die Kommunalpolitik fast am Ende.Von einer solchen Situation sind wir in Borken zum Glück weit entfernt.
Uns drücken keine Schulden, und wir verfügen sogar über ein ansehnliches Finanzpolster die Zinserträge aus unseren liquiden Mitteln versetzen uns in die Lage, bei der Vereinsförderung, im kulturellen und sozialen Bereich, eigentlich in allen Bereichen des öffentlichen Lebens, mehr zu tun als viele andere.
Das ist eine erfreuliche Situation - wir dürfen sie aber nicht gefährden. Auch wenn es natürlich immer Bereiche geben wird, bei denen es noch Verbesserungsmöglichkeiten gibt., dürfen wir uns dort aber nur in soweit finanziell engagieren, wie es unser Haushalt, ohne den Ausgleich zu gefährden, hergibt.
Eine solche Position zu vertreten, ist manchmal schwer. Sie ist aber die einzig Verantwortbare.
Seien sie also auf der Hut, wenn im Vorfeld von Wahlen „Wahlgeschenke" angekündigt werden, die sich nacher als nicht finanzierbar darstellen könnten, und wenn mehr Personal gefordert wird, ohne zu erklären, wie die damit verbundenen Personalkosten aufgebracht werden können.
